Zeitgeschichtliches Archiv

Montag 20 August 2018

Marzahn – Poesie des Lebens

Zum 30jährigen Jubiläum beteiligte sich das Zeitgeschichtliche Archiv (ZGA) mit der Werkschau Marzahner Bilder: 30 Jahre – 60 Werke an den Feierlichkeiten des jüngsten Stadtbezirks in Berlin. Gezeigt wurde Aufbau und Wachstum einer neuen Stadtlandschaft im Wechselverhältnis zu Wirkungen und Folgen des tiefen Eingriffs in Natur und Landschaft. Zugleich stand aber auch die Frage nach dem Umgang und der Beziehung zu dem vorhandenen, historisch gewachsenen ländlichen Siedlungsraum. Es war bemerkenswert, dass bei aller Unterschiedlichkeit der Handschriften aus der Mehrzahl der Arbeiten der Künstler dieses Problembewusstsein ersichtlich ist.

 

  30Jahre60Werke 01 kl   30Jahre60Werke 02 kl  

 

In einer hinteren Installationsebene dann 14 Videointerviews: Theo BALDEN, Gudrun BRÜNE, Wilfried FALKENTHAL, Wieland FÖRSTER, Erich GERLACH, Hans Hendrik GRIMMLING, Bernhard HEISIG, Heidrun HEGEWALD, Heinz LÖFFLER, Willi NEUBERT, Uwe PFEIFER, Frank RUDDIGKEIT, Willi SITTE und Walter WOMACKA zeichneten ein facettenreiches Bild künstlerischen Schaffens. Die Geschichte Bildender Kunst vollzieht sich ja nicht zuletzt durch die Veränderung ihrer gesellschaftlichen Funktion und Stellung. Dennoch: Die Selbstzeugnisse dieser Künstler voller emotionaler Authentizität belegten, sie unterlagen weder einer starren Gestaltungsaufgabe, noch lassen sich ihre unterschiedlichen Themen, Ausdrucksmittel und Erbbeziehungen auf weniger reduzieren, als einen fortwirkenden Beitrag geleistet zu haben zur großen Tradition des Bildermachens in Deutschland.

 

  30jahre60werke 06 kl   30Jahre60Werke 07 kl  

 

Zu den Videoinstallationen präsentierte die Ausstellung im Gegenüber eine Presseschau: Historische Artikel über Kunst und Kultur dieses verschwundenen Landes aus dem Fundus des Marzahner Zeitgeschichtlichen Archivs, ausschließlich aus westlichen Medien der Zeit, als es die DDR noch gab.

 

  projektkatalog marzahn  
  Projektkatalog
(93 S., 6,7 MB)
 

 


 

 

Aus selben Anlass erinnerte das ZGA mit dem Projekt „Poesie des Lebens", so lautete der Titel einer Werkstatt von Bildhauerinnen und Bildhauer aus sieben Ländern 25 Jahre zuvor, an diese historische Begebenheit. Die Künstler schufen im August/September 1984 im Schlosspark Biesdorf unter freiem Himmel ihre Kunstwerke. Der Springpfuhlpark sollte später von diesen Sandsteinskulpturen profitieren.

 

Wie aus den Artikel-Dokumenten des ZGA bekannt wurde, hatte in Vorbereitung dieser internationalen Werkstatt bereits 1982 ein Wettbewerb stattgefunden, an dem sich Bildhauer aus sechs Staaten mit Entwürfen beteiligten. Je ein Teilnehmer aus diesen Ländern wurde nominiert. Parallel dazu fand in Berlin ein Leistungsvergleich statt, sechs Entwürfe wurden ausgewählt. Das ZGA erinnerte während des traditionsreichen Festes zum Marzahner Frühling an dieses Ereignis und führte seinerzeit beteiligte Künstler im Schloss Biesdorf zusammen.

 

HeftPoesieDesLebens

 Begleitheft zur Ausstellung
Poesie des Lebens
(36 S., 7,6 MB)

 

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