Zeitgeschichtliches Archiv

Sonntag 19 November 2017

 

Geschichte der Sammlungen des Zeitgeschichtlichen Archivs

 

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Das Zeitgeschichtliche Archiv nahm über die Jahre verschiede wertvolle Presseartikel-Sammlungen auf. Unter dem Titel „Deutschlandarchiv“ zusammen gefasst sind Sammlungen die dem Institut für internationale Politik und Wirtschaft (IPW) der DDR gehörten. Das IPW, 1971 -1990, hatte im Zuge seiner Gründung als Vorgängerinstitutionen übernommen: den wissenschaftlichen Bereich des Staatssekretariats für westdeutsche Fragen (1965-1971) sowie Sammlungen des Deutschen Instituts für Zeitgeschichte (DIZ, 1949-1971) und des Deutschen Wirtschaftsinstituts (DWI, 1949 – 1971). Entsprechend der Aufgaben und Funktion der jeweiligen Institutionen strukturierte sich die inhaltliche Ausrichtung dieser Presseausschnittarchive.

 

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Inhalte der Überlieferungen

Deutschlandarchiv - Zeitlicher Umfang: 1946 – 1990 (1992); BRD, Berlin (West), DDR. Das Auswertungsprofil folgte der Aufgabenstellung des IPW und seiner Vorgängerinstitutionen. Diese verschiedenen Archivteilbestände wurden im IPW nicht zusammen geführt, daher existieren mehrere Systematiken nebeneinander. Die Presseausschnitte sind mit Herkunftsnachweisen (Titel, Datum) auf A4 Bögen geklebt und gefaltet. Es wurde kein Umbruch geklebt. In den Bänden befinden sich bis zu 400 Ausschnitte. Bestand DIZ: 9 362 Bände (Aktenordner), zeitlicher Umfang: 1946 bis 1971 Archivsystematik: DIZ-Dezimalklassifikationen: 1946 – 1960 und 1960 – 1971 Inhalt: Gesamtdeutsche Probleme seit 1945, DDR, Berlin, Westdeutschland seit 1945, Deutsche Geschichte bis 1945, Internationale Probleme, Marxismus-Leninismus, Literatur etc., Weltanschauung-Ideologie, Geschichtswissenschaft. Bestand DWI: 208Bände, zeitlicher Umfang: 1946 bis 1971 (Der absolut überwiegende Teil der historischen Sammlung soll nach 1990 makuliert worden sein. Das ZGA übernahm nur diesen geringfügigen Bestand.) Archivsystematik: DWI-Archivsystematik Nummernfolge, Länder/ Sachgebiete Inhalt: Berlin-West, Firmen A-Z sowie Banken, Versicherungen, Treuhandgesellschaften A-Z. Bestand IPW: 8 488Bände, zeitlicher Umfang: 1971 bis 1992. Archivsystematik: IPW- Thesaurus, systematischer und alphabetischer Teil, Konkordanz Register. Inhalt: BRD, und Bundesländer, DDR und Bezirke, Westberlin. Systematischer Aufbau u.a.: Produktionsverhältnisse, Parteien, Gewerkschaften, Jugendbewegung, Soziale Lage, Staat, Verfassung, Regierung, Militär, Wirtschaft, Produktion, Industrie, Landwirtschaft, Außenwirtschaft, Wirtschaftsinternationalisierung, Geld- und Kreditwirtschaft, Unternehmen, Außenpolitik, Völkerrecht, UNO, Systemauseinandersetzung, Globalstrategie, Politisch-militärische Integration, Kultur, Bildung, Kommunikation, Wissenschaft, Ideologie, Religion. Länderarchiv - 19 076Bände, zeitlicher Umfang: 1946 – 1990 Archivsystematik: Kataloge, Verzeichnisse oder ähnliche Nachweise wurden nicht ermittelt. Im ZGA wird der Bestand systematisch artikelkonkret Datenbank (Eigene Softwarelösung) erfasst. Inhalt: Länder und Ländergruppen; am umfangreichsten BRD und DDR. Systematischer Aufbau, u.a.: Kunst und Kultur, Regierung, Politik, Wirtschaft, Parteien, Gewerkschaft, Wahlen, Friedensfragen, Militär, Polizei, Bevölkerung, Frauenfragen, Volksbildung, Wissenschaft, Massenmedien, Kirche, Arbeits- und Lebensbedingungen, Sport, Geschichte, Fest- u. Gedenktage, Reiseberichte. Tagesspiegelarchiv - 513 lfm. Mappen mit lose Blatt Sammlungen; Zeitlicher Umfang: 1945 – 1993. Archivsystematik: alphabetische Ablage; Schlagwortverzeichnis. Inhalt: Länder (Innen- und Außenpolitik, Wirtschaft, Kunst u. Kultur, Soziales), Wirtschaft, Deutschlandarchiv, Personen, Sachthemen (alphabetisch von Attentate bis Zwillinge), biografische Sammlung von Presseausschnitten zu Autoren der Zeitung „Der Tagesspiegel“, Berlin. Biografienarchiv - 486 Bände, Zeitlicher Umfang: 1946 – 1991. Archivsystematik: alphabetische Ablage; Kataloge, Verzeichnisse oder ähnliche Nachweise wurden nicht übermittelt. Inhalt: Personen aus Politik, Wirtschaft, Kunst. Bildarchiv - Ca. 200 000 Pressefotografien. Archivsystematik: Es sind Karteien überliefert. Die historische Ablage erfolgte in Themenmappen. Inhalt: Kunst, Kultur, Politik, Wirtschaft, Soziales, Persönlichkeiten, Sport, Architektur, Landschaft

Gebundene Jahrgänge von Zeitungen – Das ZGA verfügt über, unvollständige Jahrgänge gebundener Zeitungen in folgendem zeitlichen Umfang: Berliner Illustrierte Zeitung (1904-1937), Berliner Lokalanzeiger (1914-1915), Berliner Morgenpost (1953-1986), Berliner Tageblatt (1914-1915), Berliner Zeitung (1950-1961), Der freie Bauer (1949-1959), Der Kampfruf (1957-1961), Der Morgen (1946-1954), Der Tagesspiegel (1945-1999), Deutsche Allgemeine Zeitung (1939-1945), Deutsche Volkszeitung (1946), Die Neue Zeitung (1946-1954), Tribüne (1947), Die Welt (1948-1971), Die Weltbühne (1946-1983), Frankfurter Zeitung (1943), Für Dich (1963-1972), Grüne Post (1938-1941), Illustrierte Zeitung (1917-1941), Lokalanzeiger (1939-1944), Neue Deutsche Literatur (1961-1980), Neues Deutschland (1947-1989), Neue Zeit (1946-1954), Start (1946-1947), Tägliche Rundschau (1946-1955), Vossische Zeitung (1914-1919), Völkischer Beobachter (1929-1933), Wochenpost (1954-1990).9

Zugang zu den Inhalten des ZGA

Alle Presseausschnitte haben Präsenscharakter. Es gibt keine Ausleihe. Die Bereitstellung von Artikel- Printkopien erfolgt über die Homepage des Zeitgeschichtlichen Archivs www.zga-berlin.de nach Onlinebestellung. Ein wachsender Teil des Länderarchivs (1,8 Mio. Artikel – Stand 2016) kann online recherchiert werden. Persönliche Recherche nach Vereinbarung. Anmeldung unter 030 – 97 89 18 31.

Hinweis auf ergänzende Überlieferungen

Bundesarchiv: Die Aktenbestände des DIZ10, DWI11, IPW12 und des Staatssekretariats für westdeutsche Fragen13 befindet sich heute in der Verwaltung des Bundesarchivs, Dienstort Berlin-Lichterfelde. Ferner ist auf eine Reihe von persönlichen Fonds bzw. Nachlässen einzelner Direktoren des DIZ14 und DWI15 in verschiedenen Archiven zu verweisen. Zu den Direktoren des IPW16 liegen keine Nachlässe vor.

Zentrum für Zeithistorische Forschung (ZZF), Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft: 4 376 Ordner des biografischen Archivs des IPW mit Presseausschnitten zu mindestens 30 000 Personen aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Wissenschaft der beiden deutschen Staaten aus dem Zeitraum von 1946 bis 1992 befinden sich in der Bibliothek des ZZF in Potsdam.

Bibliothek der Akademie der Bundeswehr für Information und Kommunikation Strausberg. Hier befinden sich Teile des Sacharchivs des IPW zu NATO und Warschauer Pakt.

Bibliothek des Ibero-Amerikanisches Instituts der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Berlin : ca. 76 000 weltweit gesammelte Presseausschnitte zu Lateinamerika, Schwerpunkte Cuba, Nicaragua, Chile und Argentinien des DIZ und IPW gehört als eigenständiges Archiv zur Bibliothek des Instituts in Berlin, der größten europäischen Spezialbibliothek für den ibero-amerikanischen Kulturraum.

neues deutschland – Sozialistische Tageszeitung, Berlin: Die Ordnerdes biografischen Archivs sowie Bestände u.a. zur Berlingeschichte befinden sich im Bereich Information und Dokumentation der Zeitung „neues deutschland“ in Berlin.

 

 

9 Stand November 2013

10 Bestand DC 201 Deutsches Institut für Zeitgeschichte (zusammengefasster Bestand folgender Institutionen: Zentralstelle für Zeitgeschichte (1946-1947) und Deutsches Institut für Zeitgeschichte (1947-1971). Vgl.hierzu Verzeichnis der Bestände der Abteilung DDR. Bearb. V. Doris Boissier, Beate Friedrich, Margaret Fruth a.a., Gestred: Hermann Schreyer, Koblenz 1998, S. 15 (=Findbücher zu Beständen des Bundesarchivs, Bd. 64).

11 Bestand DC 202 Deutsches Wirtschaftsinstitut (Juni 1949-1971). In Ebenda, S. 15.

12 Bestand DC 204 Institut für Internationale Politik und Wirtschaft (1971-1990). In Ebenda, S. 16.

13 Bestand DD 2 Staatssekretariat für westdeutsche Fragen (1965-1971). In Ebenda, S. 18.

14 Zu den Direktoren des Deutschen Instituts für Zeigeschichte liegen folgende archivalische Quellen vor: - Karl Bittel (Direktor 1951-1957). Im Bundesarchiv – SAPMO, Berlin, unter Bestandssignatur NY 4127. Zur Biografie von Karl Bittel vgl. Hermann Weber/ Andreas Herbst: Deutsche Kommunisten. Supplement. Ein biografisches Handbuch 1918 bis 1945, Karl Dietz Verlag, Berlin 2013, S. 44-45. – Walter Bartel (Direktor 1957 – 1962). Zu den verschiedene Aspekten der politischen und wissenschaftlichen Tätigkeit, so auch zu seiner Tätigkeit als Direktor des DIZ, vgl. Kurt Metschies: Walter Bartel – Stationen seines Lebens. In: Siegfried Prokop/Siegfried Schwarz (Hrsg.): Zeitgeschichtsforschung in der DDR. Walter Bartel (1904-1992). Ein bedrohtes Leben. Beiträge zum 100. Geburtstag von Walter Bartel, Rosa-Luxemburg-Stiftung Brandenburg, Potsdam 2005, S. 34-66; bes. Hinweise auf archivalische Quellen in Archiven des In- und Auslandes enthalten die S. 59-66. – Stefan Doernberg (Direktor 1963-1971). Im Archiv Demokratischer Sozialismus, Berlin, liegt ein Teilnachlass vor. Vgl. herzu Bestand: Stefan Doernberg (1948-2002), bearb. V. Jochen Weichold (=Findbücher/10), Berlin 2011, XIV, 23 S. Zur Biografie von Stefan Doernberg vgl. Helmut Müller-Enbegs/Jan Wielgohs/Dieter Hoffmann/Andreas Herbst/Ingried Kirschey-Feix (Hrsg.): Wer war wer in der DDR? Ein Lexikon ostdeutscher Biografien, 5. Aktualisierte und erweiterte Neuausgabe, CH. Links Verlag, Berlin 2011, Bd. 1, S. 242-243.

15 Zu den Direktoren des Deutschen Wirtschaftsinstitut liegen folgende archivalische Überlieferungen vor: - Jürgen Kuczynski (Direktor 1949-1951) In der Zentral- und Landesbibliothek Berlin. Vgl. hierzu: Agnieszka Brockmann: Der Kuczynski-Nachlass in der Zentral- und Landesbibliothek Berlin, Eigenverlag, Berlin 2011, 103 S., Abb. Die Publikation enthält suf den S. 93-96 eine umfassende Biografie von Jürgen Kuczynski. – Siegbert Kahn (Direktor 1951-1965). Der Nachlass befindet sich im Bundesarchiv – SAPMO, Berlin, unter Bestandssignatur NY 4329. Zur Biografie siehe Helmut Müller-Ensberg u.a.: Wer war wer in der DDR?, Bd. 1, a.a.O. , S. 624. –Zum Direktorat von Lutz Maier (1965-1971) liegt kein Nachlass vor. Zur Biografie siehe ebenda, Bd. 2, a.a.O., S. 835.

16 Von den Direktoren des Instituts für Internationale Politik und Wirtschaft liegen keine Nachlässe vor. – Herbert Häber (Direktor 1971-1973). Zur Biografie siehe ebenda, Bd. 1, a.a.O., S. 466/467. – Max Schmidt (Direktor 1973-1990). Zur Biografie siehe ebenda, Bd. 2, a.a.O., S. 1157.

 

 

 

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